Das DOLLY Projekt

Dolly - Projekt 2012 des MBC - Krefeld

von Svenja Lorena Stefen und Mirco Pommerening

Die Idee für den begleiteten Bau eines kleine Bootes für Jugendliche oder Einsteiger, die mit einem kleinen Projekt erste Erfahrungen im Bereich Modellbau machen möchten, geisterte schon länger in den Köpfen. Zum Ende des Jahres 2011 haben wir uns dann einmal zusammen gesetzt und die Idee in die Tat umgesetzt.

Herausgekommen ist der Plan für den gemeinschaftlichen Bau der Barkasse Dolly. Wegen der einfachen Konstruktion, dem kleine Maßstab und der handliche Größe haben wir uns für dieses Modell entschieden. Die Dolly ist ein recht einfach zu fertigendes Modell, das in verschiedenen Versionen aufgebaut werden kann. Ob Barkasse, Feuerlöschboot oder kleiner Schlepper, es entstehen trotz gleicher Grundmodelle sehr unterschiedliche Funktionsschiffe.

Im Januar 2012 waren die Planungen abgeschlossen. Das Modell der Dolly wird insgesamt fünf Mal gebaut, drei Modelle von unseren jugendlichen Mitgliedern (im Alter von 11-13 Jahren), zwei werden von Erwachsenen Personen gebaut.

Es geht los!

Nachdem nun endlich die fünf bestellen Baukästen der Dolly eingetroffen waren, konnte es auch schon fast losgehen. Die jungen Schiffsbauer konnten es kaum noch erwarten. Für die ersten Bauabschnitte lagen alle benötigten Bauteile vor:
- Baukasten inklusiv Beschlagsatz
- Motor mit Endstörsatz und Anschlusskabel
- Wasserkühlspirale mit Silikonschlauch

23.02.2012 - 1. Dolly - Baubesprechung:

Die erste Baubesprechung fand um 18.00 Uhr bei Mark und Mirco statt. 5 Dolly´s werden gebaut von: Tom, Elias, Mark, Mirco und Svenja Lorena.
Zunächst wurde erst einmal ausgepackt und nachgesehen was da so alles im Baukasten vorhanden war. Mirco stellte zur Ansicht seine, schon fertige, in Betrieb genommene ADAC – Dolly vor. Anhand dieses fertigen Modells konnten die einzelnen Bauabschnitte und Bauteile noch besser dargestellt werden.
Den Bauplan mit den Bauphasen und den dazu gehörigen Bauteilen erklärte Mirco verständlich.
Nun ging es an die erste Bauphase, dem Bootsständer. Dieser sollte dann eine Woche später fertig sein, so wie jeder ihn sich vorstellte. Es gab von Mirco die Anmerkung den Ständer etwa 1,5 cm höher herzustellen, damit das recht lange Ruder nicht unbedingt abgeschnitten werden musste.

 

02.03. 2012- 2. Dolly - Baubesprechung

Bei Elias und seinem Vater Andreas.
Fertigstellung der Bauphase 1 und Besprechung der Bauabschnitt 2.

Da waren sie nun die selbst gebastelten Bootsständer, fein säuberlich aus Sperrholz ausgesägt geschliffen, mit Rundhölzern verbunden und verleimt. Ja einen Farbanstrich und Aufpolsterung hatten sie auch schon. Allerdings ist Svenja hier aus der Reihe getanzt. Sie hatte wegen der Bauvorbereitungen keine Zeit den Bootsständer selbst auszusägen und auch keine Möglichkeit dieses Material selbst zu bearbeiten, sorry! Die Modellrümpfe standen auf den gepolsterten Ständern vor uns. Großes Rätselraten wie nun die nächste Bauphase aussehen würde. Oh Schreck lass nach! Jetzt sind schon Ruderanlage, Motor mit Halterung, Auflageplatte und auch noch die Schiffswelle, das Kühlsystem mit Kühlwasser-Ein – und Auslauf und die Kühlschlange an der Reihe. Na, das kann ja heiter werden!

Doch Mirco hatte seine neue Dolly zur Demonstration schon in Phase 2 fertig gebaut, während Svenja Lorena alle Bauteile für die Phase 2 schon ausgedrückt und vorbereitet hatte. Um nun Motor und Welle besser ausrichten und fluchten zu können hat Svenja provisorische Direktkupplungen vorbereitet und verteilt. Damit sollte der Einbau von Motor und Welle nebst Halterung und Platte wesentlich einfacher werden. Auch der Einbau der Ruderanlage wurde ausführlich besprochen.
Man trennte sich etwa gegen 20.00 Uhr mit Schweiß auf der Stirn und zu Berge stehenden Haaren.
Wie soll das nur alles funktionieren und das alles in einer Woche .

08.03.2012 - 3. Dolly - Baubesprechung

Bei Tom und Vater Jürgen.
Fertigstellung der Bauphase 2 mit Besprechung der Phase 3.

Na geht doch, die ersten Resultate waren doch schon hervorragend obwohl der eine oder der andere noch etwas nachholen musste, da ihm die vielen neuen Dinge in einer Woche nicht zu schaffen waren. Macht nichts! Die ersten Motoren; Wellen und Ruder waren montiert. Es wurde nochmals erklärt und geholfen Phase 2 fertigzustellen. Hier gab es Schwierigkeiten mit den Klebstoffen. Klebstoffe mit einer längeren Ablüft – und Aushärtungszeit ( UHU – Hart und Ruderer - Kunststoffkleber L 530 ) verursachten Verformungen wie Beulen etc. am Rumpf, die allerdings dank des Geschicks wieder ausgespachtelt werden konnten. Svenja hatte zwischenzeitlich neue Direktkupplungen hergestellt und verteilt. So auch neue 2mm Schiffswellen, da die im Baukasten vorhandenen Wellen zu weich und beim Ansehen schon krumm und irreparabel waren. Hier halfen Infos aus dem Internet. Die Lösung für kurze Wellen wie diese waren V4A – Fahrradspeichen, die auf der Drehbank auf Maß abgelängt und mit neuen 2mm Gewinden versehen wurden. Das funktionierte wesentlich besser, obgleich auch hier der exakte Rundlauf noch nicht ganz gegeben war. Hier mussten die Wellen noch ein bisschen nachgerichtet werden.

Bauphase 3 war von Mirco wieder fertiggestellt und von Svenja in Einzelteilen vorbereitet. Diesmal ist das Deck und der Unterbau der Kajüte mit Naturholzboden anzufertigen. Besonderheit: Das Deck wurde vom Hersteller rundum ca. 2mm zu klein hergestellt und fiel durch den Süllrand in den Rumpf. Mirco erklärte jedoch deutlich wie er es geschafft hatte das kleinere Deck doch in den Süllrand zubekommen ohne das es vergrößert werden musste.
Der Trick : Erst eine Längsseite des Decks mit Sekundenkleber in den Süll kleben, dann die andere Seite. Jedesmal musste der Rumpf zum Bug hin etwas in Länge und Breite verformt und an das Deck gedrückt werden. Die etwas größeren noch verbliebenen Spalten zwischen Deck und Süll sollten dann mit Stabilit aufgefüllt und verschliffen werden.
Das Naturholzdeck für den Kajüten - Aufbau war dem Kunststoffunterteil anzupassen und vollflächig darauf zu kleben. Um Verkrümmungen zu verhindern und eine sichere Verklebung zu gewährleisten, sollte dieses Bauteil mit einem schweren Gegenstand, wie z.B. einem Akku bis zur Aushärtung des Klebers beschwert werden. Das Naturholz ist mit Klarlack vorzulackieren um später für weitere Lackierarbeiten einen klebefähigen Untergrund für das Abklebeband herzustellen.

Um ca. 20.00 Uhr rauchten die Colt´s, nee die Köpfe!! Doch für diese Bauphase und das Nachholen hatten wir uns nun ausnahmsweise 2 Wochen Zeit eingeräumt.

22.03.2012 - 4. Dolly - Baubesprechung

Bei Svenja Lorena
Feedback der Bauphase 3 und Besprechung der Phase 4.

Nun das sah doch alles super gut aus.
Bauphase 3 hat allen Beteiligten wohl nur wenige Schwierigkeiten bereitet. Durch die brachiale Verformung des Rumpfes kam es hier und da auch zu Verwölbungen an der Motorplatte. Svenja musste diese an den beiden Querstreben durchtrennen und sie verkürzt wieder neu zusammenfügen um dem Rumpf die entstandene Spannung zu nehmen, ihm seine Form zurückzugeben, damit auch der Motor mit der Welle wieder fluchten konnte.
Das auf die Kunststoffplatte aufgeklebte Holzdeck zeigte bei jedem von uns leichte Verformungen die aber bei Fertigstellung des Kajüten - Unterbaues mit seinen Seitenteilen sicherlich wieder

verschwinden würden. Auch heute gab es hier und dort noch etwas Nachholbedarf da manchmal doch die Zeit etwas zu knapp wurde.

Zur Bauphase 4 musste am Deck noch ein Spritzwasserrand für die Kajüte eingesetzt werden. Der Rumpf sollte eine Woche später fix und fertig verspachtelt, geschliffen und schon lackiert sein. Mirco bot dazu seine im Lackieren geübte Hilfe an. Die Fertigstellung des Kajüten - Chassis erklärte Mirco verständlich und fügte auch dieses noch der wöchentlichen Hausaufgabe hinzu.

Jetzt war Eile in der Fertigstellung der Rümpfe geboten, die bis Dienstags bei Mirco zum Lackieren sein mussten. Rauch - Qualm!!! Wie soll das nun wieder alles geschehen neben der Arbeit, Schule etc.

02.03.2012 - 5. Dolly - Baubesprechung

Bei Mirco
Begutachtung der Phase 4 und Besprechung der Bauphase 5

Wow !!!! Die ersten Rümpfe waren lackiert und sahen völlig anders aus. Ja jetzt wird daraus ein Modell-Boot. Tatsächlich es wird!! Bis auf Svenja die diesmal in der zurückliegenden Woche nichts hat schaffen können. Gut das nun Ostern vor der Türe steht und wir etwa 3 Wochen nachholen können. Schreck lass nach!!
Na das sieht doch auch schon gut aus, oder ???
Die 5. Bauphase beinhaltet die Fertigstellung aller Kajüten - Bauteile nebst Lackierung sowie das sich Auseinandersetzen mit der Beleuchtung, den Beschlagteilen und den Sondereinbauten der Löschpumpe, Monitor etc. Auch das erklärte Mirco sehr verständlich und umfassend

Schauen wir mal wie weit wir es bis nach Ostern gebracht haben!!!!


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