Hafenanlage

Der Neubau

Nach einem erfolgreichen Einsatz des Anlegestegs beim Schaufahren im Freibad Hüls wurde mal wieder über eine Erweiterung der Anlage nachgedacht. Nach endlosen schlaflosen Nächten habe ich mich entschieden, die derzeitige Anlage zu veräußern und mit dem Bau eines neuen Hafens zu beginnen.

Der ursprünglich idyllische Anlegesteg mit der Holzbeplankung ist über die Jahre hinweg so gewachsen, dass er den Namen eines idyllischen Anlegers nicht mehr gerecht wird. Für einen Anlegesteg ist er bereits schon so groß, dass dieser schon den Namen Hafen verdient. In einem Hafen stehen große Kräne zum beladen der Schiffe, Gebäude, Fahrzeuge und jede Menge Material. All dieses kann auf einem Steg mit Holzbeplankung nicht gesetzt werden. Um dieses jedoch verwirklichen zu können, musste ich mich leider von der Anlage trennen und mit dem Bau einer neuen Hafenanlage beginnen.
Das Grundgerüst aus den Lüftungskanälen hat sich bewährt und wird auch für den neuen Hafen wieder als Schwimmkörper dienen. Dieses Mal werde ich jedoch nicht zwei parallel verklebte Kanäle von jeweils 1000x110mm verwenden, sondern gleich auf die breiten Kanäle von 1000x206mm zurückgreifen.

Die Oberfläche wird aus MDF Platten von 3mm Stärke erstellt. Diese werden mehrfach grau lackiert und imitieren so einen festen Betonbelag.
Geplant ist ein Hafenbecken mit den Außenmaßen 600x400cm. Das Hafenbecken wird in mehrere kleinere Parzellen unterteilt. So bekommen die Seenotretter, die Polizei, die Fischer und die Schlepper ihren eigenen Liegebereich. Diese sind über eine große Hafeneinfahrt zu erreichen.

Auf dem Hafen werden verschieden Gebäude stehen. So z.B. eine kleine Einsatzzentrale der Polizei und den Seenotrettern. Eine oder zwei Tankstellen sollen Platz finden, eine Lagerhalle, diverses Ladegut, ein Biergarten mit Kiosk und vielen weiteren kleinen Accessoires. Auch werden viele Passanten und Arbeiter auf der Anlage platziert.
Doch noch existierte diese Anlage nur auf Papier und in meinem Kopf.

Baubeginn

Am 11. Juli 2011 ging es dann los. Erst einmal wurden die Flachkanäle und Verbindungsstücke bestellt. Gleichzeitig die MDF Platten und ein paar kleinere Leisten und Rundhölzer. Immer wieder wurde im bunten Auktionshaus nach brauchbarem Zubehör Ausschau gehalten und bei Gelegenheit ersteigert.
So brachte der Paketdienst nach und nach Figuren, Lampen, Häuser und weiteres Ladegut.

Nachdem die Bauteile des Grundgerüstes eingetroffen waren, ging es auch schon los. Der Bau der Schwimmkörper war nach drei Tagen abgeschlossen. Die Kanäle wurden beidseitig mit L-Profilen bestückt, mit einer Polysterolplatte verschlossen und anschließend mit Silikon abgedichtet.

Jedes Element erhielt eine Nummer auf der Unterseite, so dass jedes Teil entsprechend schnell widergefunden und an der richtigen Stelle eingesetzt werden kann.

Danach erfolgte die Anfertigung der Auflagen. Die entsprechenden Module wurde zusammen gesteckt und die Auflage passgenau zugeschnitten. Eine aufwendige und sehr zeitraubende Arbeit. Doch das Ergebnis kann sich sehen lassen. Anschließend wurden alle Platten grau lackiert.

Nun mussten noch ca. 190 Poller angefertigt und schwarz lackiert werden. Eine Arbeit, die sich über mehrere Tage hin zog. Doch auch das ging irgendwann einmal vorbei und alle Poller fanden auf der Anlage ihren Platz.

Schnell hatte sich das Projekt herum gesprochen und es folgten die ersten Angebote über tatkräftige Unterstützung beim Bau und der Gestaltung. So wurde aus einem „Ein-Mann-Projekt“ schnell ein Gemeinschaftsprojekt. Die Anlage wurde in drei Segmente aufgeteilt, und jeder konnte seinen Bereich unter Berücksichtigung einiger weniger Bauvorgaben frei gestallten. Nochmals vielen Dank an Svenja und Torsten.

So sollten verschiedene Themenbereiche entstehen.

Beim Schaufahen Ende September 2011 wurde der Steg zum ersten Mal in vollem Umfang aufgebaut und den Modellbaukollegen und Besuchern präsentiert. Leider reichte die Zeit nicht aus, um die ganze Hafenanlage mit den entsprechenden Accessoires auszurüsten. Aber bis zur nächsten Saison ist ja noch genügend Zeit.


Am Ende des Tages haben wir für den Steg sehr viel Lob und Anerkennung erhalten. Schon zwei Tage später kamen zwei weitere Vereinsmitglieder auf mich zu und fragten, ob sie sich noch beim Bau beteiligen können. Nach kurzen Gesprächen sind wir uns schnell über den weiteren Ausbau einig geworden. Neben dem Hafenfest und der Feuerwache wird die Anlage um folgende Bereiche erweitert:

- ein Fischereihafen,
- ein Warenumschlagsplatz,
- ein militärischer Bereich,
- sowie ein Bereich für die DGzRS und der Polizei.

Die Möglichkeiten sind fast unbegrenzt.
Die ersten Entwürfe der erweiterten Hafenanlage existieren schon.

Hafenanlage 2.1

Im März 2014 entschlossen wir uns, die Hafenanlage umzubauen. Die derzeit verwendetet MDF-Platten quollen bei Wasserkontakt trotz Lackierung an einigen Stellen auf. Diese sollten durch 4mm Hartschaumplatten ausgetauscht werden.
Die Ideen waren da, doch so zog sich die Umsetzung noch einige Wochen hin. Im September sollte die neue Anlage auf unserer Ausstellung im Naturfreibad Hüls wieder eingesetzt werden. Und dann auf einmal lief uns die Zeit davon und es war kurz vor 12.00 Uhr.

Svenja übernahm die Projektleitung. Material wurde bestellt, Personen eingeteilt und die Arbeiten wurden aufgenommen.
Nach der Demontage wurde die Unterkonstruktion gereinigt und angeschliffen. Später wurden die Bauteile grundiert und mit schwarzer Farbe überzogen.
Die neuen Auflagen wurden auf Maß geschnitten, grundiert und grau lackiert. Rundherum entstand ein Kantenschutz aus Holzleisten.
An der Hafeneinfahrt und im Hafen wurden noch Leuchtmolen angefertigt, damit beim Eintreffen der Dunkelheit der Weg in den Hafen gefunden werden kann.
Zum Schluss wurden die Unzähligen Gebäude, Kisten, Bänke und Figuren aufgestellt.
Noch am Morgen während der Ausstellung wurden die letzten Handgriffe erledigt.

Bei strahlendem Sonnenschein präsentierte sich die neu gestaltete Hafenanlage im Licht. Die Begeisterung war groß und an diesen zwei Ausstellungstagen fanden sehr viele Schiffe den Weg in den schützenden Hafen.

Nochmals vielen Dank an Svenja und die vielen Helfer, ohne die es die Hafenanlage so nicht geben würde.