Anlegesteg

Die Konstruktion

Nachdem ich mir im Internet einen Überblick über bereits existierenden Hafenanlagen verschafft habe, habe ich mich für die Konstruktion von Frank Bindke und René Harijan entschieden.
An dieser Stelle möchte ich mich nochmals ganz herzlich bei René für den tollen Informationsaustausch bedanken.

Die Grundkonstruktion besteht aus Lüftungskanälen. Diese sind in fast jedem Baumarkt zu bekommen und bieten ideale Erweiterungsmöglichkeiten. Wegen des geringen Gewichtes sind diese zudem noch sehr transportfreundlich.
Der Aufbau wird mitGebäuden, Lampen, Figuren und weiteren Utensilien ausgeschmückt.

Grundgerüst

Damit die Kompatibilität gewährleistet wird und das Gesamtbild übereinstimmt, wurden folgende Eckdaten festgelegt:

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Modulsystem aus Lüftungskanälen der Firma RUG (55x110mm)
- Hauptkai: 2 Kanalreihen
- Nebenkai: 1 oder 2 Kanalreihen

Aufbau

- Maßstab 1:22,5
- Beplankung aus 2x10mm Holzleisten
- Einheitliche Materialien und annährend gleiche Farben für Beplankung, Geländer und Poller

Der Maßstab 1:22,5 wurde aus folgenden Gründen gewählt:
1. Der Zubehörhandel für Modelleisenbahnen bietet in der Spur „G“, Maßstab 1:22,5, jede Menge Figuren (Fa. Preiser) und andere nützliche Kleinigkeiten, wie Handkarren, Sackkarren oder Ähnliches.
2. Die meisten unserer Modelle sind in den Maßstäben 1:20/1:25 gebaut.

Trotz der vorgegebenen Daten entstehen vollkommen unterschiedlich wirkende Module.

Der Bau

Angefangen habe ich im Frühjahr 2009 mit vier laufenden Metern Steg. Es entstanden vier Elemente, die zusammengesteckt jeweils eine L-Form ergaben.
Da noch Leisten vorhanden waren, wurden im Sommer weitere Flachkanäle nachgekauft und so entstanden die nächsten drei Elemente. Mit dem ersten Element habe ich einen Abschluss rechts angebaut, so dass die Steganlage die Form eines kleinen „w“ bekam. Damit auch große Modelle anlegen konnten, habe ich die die zwei äußeren Module um jeweils einen Meter verlängert. Aus dem kleinen „w“ wurde ein großes „W“.

Die Erweiterung

Nach kurzen Überlegungen entschied ich mich im Sommer 2010 die Steganlage bis zum Schaufahren im September ein klein wenig umzubauen. Geplant war eine Erweiterung von einem Modul mit Anleger in die Breite. Auch eine Hafeneinfahrt sollte die Anlage bekommen. Dafür mussten vier neue Module gebaut und eins umgebaut werden.

Es dauerte nicht lange, da waren Leisten, Flachkanäle, Farbe und Accessoires eingekauft und mit dem Bau konnte begonnen werden. Während des Baus entschied ich mich, die Laternen mit LED zu bestücken und so funktionsfähig zu machen. Viele neue Accessoires (Bierkästen, Pflanzelkübel, Arbeiter und Transportkisten) fanden auf der Anlage ihren Platz. Nach ca. 2 Wochen war es dann geschafft. Die ersten Stellproben auf dem Trockenen sahen vielversprechend aus. Zum Schaufahren im Naturfreibad Hüls wurde die komplette Anlage aufgebaut. Es dauerte nicht lange, und die ersten Schiffe steuerten auf den Anleger zu.

Fazit

Der Bau dieses Anlegestegs hat mir sehr viel Spaß bereitet.
Auf unseren Veranstaltungen oder beim Sonntagsschippern wird er immer wieder gerne von allen Kapitänen zum Anlegen benutzt. Der Spieltrieb ist um ein vielfaches gestiegen.

Ich hoffe den Einen oder Anderen mitreißen zu können, damit in Zukunft viele dieser Module entstehen. Auch ich habe schon Ideen für weitere Module.